Sei begleitet von vielen Helferlein groß und klein

Viele viele Helferlein wachsen am Wegesrand. So klein und zart, dass sie leicht übersehen werden und doch so mächtig und kraftvoll, dass sie ganz im Stillen dem Lauten trotzen.

Wiesen und Moos bieten ein weiches Bett - getragen von Mutter Erde– immer und überall. Wir dürfen einfach loslassen und auftanken. 

 

Ein Tag im Wald kann die natürlichen Abwehrzellen im Blut um bis zu 40 % steigern. Der Effekt hält laut Studien bis zu zwei Wochen an. (Ulli Felber, Waldbaden)

 

Das Gänseblümchen

reinigt uns innen und außen. Unsere Haut genauso wie Wunden in tiefen Geweben und auch tiefe seelische Wunden. Das Gänseblümchen mag die Gesellschaft, es wächst dort, wo Menschen leben und zeigt dort ihre ganze Pracht. Bei Kälte, Regen und Nässe macht sie das Köpfchen zu, sobald die Sonne heraus kommt, erstrahlen ihre Blüten – vom Frühjahr bis in den Herbst. Allein mag sie nicht sein, entgegen ihrer Artverwandten Arnika, die in der Einsamkeit der Berge gedeiht. Das Gänseblümchen ist eine wunderbare Heilpflanze und wird seit Jahrhunderten bei Verletzungen und Operation der inneren Organe v.a. Bauch und Brust und zur Heilung von Brusttumoren verwendet. 

Im Salat, als Tee oder pur gegessen oder auch als Wasser für eine reine Haut äußerlich wie innerlich. Homöopathisch bekommt man es unter seinem lateinischen Namen Bellis perennis. 

Der Efeu ist mir sehr ans Herz gewachsen. Mit seinen teils herzförmigen Blättern ist er 
das Symbol für ewige Liebe.  Entgegen seinem Ruf schadet er dem Baum nicht, er bildet mit bereits kranken Bäumen eine Symbiose und unterstützt den Wald in seinem Reinigungsprozess. Ganz im Stillen rankt er den Baum entlang – nicht an jedem – nur ganz ausgewählt. Anfangs hat er jugendlich Blätter, die tasten sich an den Baum heran. Später wachsen aus derselben Pflanze erwachsene Blätter und bilden mit dem Baum eine beachtliche Krone. Seine Blüten nähren die Bienen dann, wenn andere Nahrung nicht mehr vorhanden ist. Im Herbst und Winter. Der zarte Efeu reinigt den Wald selbst von den größten Riesen, wenn das Alte gehen mag. Dann geht auch der Efeu und wächst nicht einfach auf einer anderen Pflanze weiter. 

Für mich ist der Efeu ein Begleiter für den Übergang verschiedener Lebenszyklen. Ein Symbol für Wachstum und insbesondere geistige Entwicklung, die mit Zeit ganz im Stillen wachsen darf. 

In der Medizin kennt man ihn als schleimlösenden Hustensaft. Pur ist er giftig. In der Homöopathie kennt man ihn unter Hedera Helix. 

 

Das Tannenzäpfchen 
ist mein Symbol für Verlust und Neubeginn. Im Herbst verliert der Baum die Zapfen. Wenn es im Frühjahr warm wird, öffnen sich die Zapfen und unendlich viele Samen fallen heraus und werden dorthin getragen, wo sie Halt finden und wachsen dürfen, neues Leben, Ideen und Kraft bringen. 

Die Tannenzäpfchen zu fühlen und zu kneten erinnert mich daran, Zeit für mich zu nehmen, hinzuspüren, welche Samen sich in mir entwickeln möchten, weitergetragen werden möchten. Im Frühjahr sammle ich dann die kleinen grünen Tannenspitzen, lege sie schichtweise mit Zucker in ein Schraubglas, stelle es in die Sonne und warte, bis der wunderbare Tannenspitzensirup entstanden ist, den ich schon als Kind im Herbst bekam, zur Immunstärkung und bei Husten. Ich liebe diesen einzigartigen Geschmack. 

Ja, selbst der Weihnachtsbaum wird bei mir verarbeitet. Zu Badesalz. Im Thermomix. So kann ich auch im Winter, wenn's mir draussen zu kalt ist, die Heilkräfte der Tanne für mich nutzen. In der Form neben der Immunstärkung auch gut für die Knochen. 

 

So möchte ich Euch noch viele Pflanzenportraits schenken. Ich freue mich auf das, was wachsen darf.

Viele viele Helferlein wachsen am Wegesrand. So klein und zart, dass sie leicht übersehen werden und doch so mächtig und kraftvoll, dass sie ganz im Stillen dem Lauten trotzen...