Wie teuer ist Homöopathie?

Das teure an einer homöopathischen Behandlung ist die Erstanamnese. In der Erstanamnese macht sich der Therapeut ein genaues Bild von der Gesamtheit des einzelnen Menschen. Welche Erkrankungen gibt es in der Familiengeschichte, d.h. auf welchem Boden wachse ich? Welche Einflüsse haben mich im Laufe meines Lebens geprägt, welche Krankheiten hatte ich und wie wurden sie behandelt. Wie genau sind meine aktuellen Beschwerden, seit wann bestehen sie, was ist mein Wunsch an die Behandlung, was ist mein Ziel. Nach einer ausführlichen Erstanamnese, die beim Erwachsenen ca. 2 Stunden dauert, wertet der Therapeut alles aus und sucht nach der passenden Arznei in der passenden Dosierung. In dem Wissen um Arzneimittelbeziehungen ergeben sich oft schon Hinweise, welche Arzneien bei akuten Beschwerden wie Erkältungen, o.ä. helfen.

Die Erstanamnese ist wie ein Puzzle. Mit genügend Teilen wird ein gesamtes Bild sichtbar. Auf diesem Bild basierend, kann akut wie chronisch zielgerichtet behandelt werden. Das bedeutet, dass die Folgekosten gering sind. Je nach Krankheitsgeschichte braucht es manchmal anfangs häufigere Kontrollen, ohne chronisch aktive Grunderkrankungen braucht es nur seltene Folgeanamnesen. Mit idealerweise einer homöopathischen Hausapotheke können akute Beschwerden oft sogar am Telefon behandelt werden. Grundlage hierfür ist die umfassende Erstanamnese. Folgeanamnesen beinhalten neben der Verlaufskontrolle und Arzneianpassung auch Gesundheits- und psychologische Beratung sowie ggf. Coaching zu bestimmten aktuellen Themen. Ziel ist nachhaltige Gesundheit und Prävention, Wohlbefinden auf allen Ebenen, Reduzierung von Nebenwirkungen chronischer Behandlungen und die Stärkung der eigenen Möglichkeiten. 

Es folgen also keine teuren Präparate oder unnötige Behandlungen. Bitte lest hierzu meinen Blog "Nebenwirkungen" & "Placebo/Nocebo".

 

Private Krankenkassen, Beihilfe und private Zusatzversicherungen erstatten die Kosten je nach Tarif ganz oder teilweise. Die meisten Versicherungen berufen sich auf die GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker) aus dem Jahre 1985! Je nach Versicherung sind die Erstattungen mehr oder weniger angemessen. 

 

Manchmal hat es Vorteile, die Kosten für eine homöopathische Behandlung selbst privat zu zahlen.

Ein Vorteil ist die Anonymität. Jede eingereichte Rechnung muss mit einer Diagnose versehen werden. Diese wiederum fließt in ihre Krankenakte bei der Versicherung ein und entscheidet später womöglich über eine Akzeptanz oder den Tarif von späteren neuen Versicherungen. 

Manche Versicherungen zahlen so wenig dazu, dass die Versicherung am Ende teurer ist wie die Behandlung selbst.